Ist der Glaube weltfremd?

„Wochenimpuls 2026-39“ Ist der Glaube weltfremd? Ist er gar eine Flucht in eine Scheinwelt, weil das ‚irdische Jammertal‘ dann doch zu armselig ist? Wenn das stimmt, dann geben Christen eine sehr merkwürdige Figur ab. Sagen wir es deutlicher: Dann machen sich nicht nur Christen, sondern alle Gläubigen nur lächerlich mit ihrer sogenannten ‚Frohbotschaft‘. Doch schauen wir genauer hin: „Wenn der Mensch einmal erfahren hat (im … Weiterlesen …

Ein Buch zur Unterscheidung der Geister

„Wochenimpuls 2026-38“ Im Jahr 1961 erschien ein Buch mit einem merkwürdigen Titel: „Häresien der Zeit“. Der Untertitel mutet eigenartig an: „Ein Buch zur Unterscheidung der Geister“. In ihm versuchten vor vielen Jahrzehnten namhafte Denkerinnen und Denker unsere Zeit zu erkunden, die Stimmung aufzunehmen, die vorherrschte. Gut, man kann meinen, dass diese Zeit vergangen ist und dass unsere Epoche ganz andere Möglichkeiten … Weiterlesen …

Gott zu machen nach dem Bilde des Menschen

„Wochenimpuls 2026-37“ Vor etlichen Wochen bzw. Monaten erreichte mich ein Brief, aus dem ich kurz zitiere:  Jenes „Lügenpresse!“ diente schon lange dazu, den Menschen einzureden, nicht nur das falsche zu glauben, sondern gar nichts mehr zu glauben. Ich folge da Hannah Ahrendt mit ihrer, wie ich finde, treffenden Analyse zu Wahrheit und Lüge: “Ein Volk, das nichts … Weiterlesen …

Nur wenn wir den Sprung wagen

„Wochenimpuls 2026-36“ „Selber Prägende zu werden“ – Hans Urs von Balthasar plädiert also in all seinen Überlegungen – und zwar in aller wünschenswerten Klarheit – dafür, dass wir uns selbst etwas zutrauen. Und zwar im Verhältnis zum Mitmenschen, zur Gesellschaft. Dass wir die ‚Pro-Existenz‘ leben und einsetzen. Im Wissen, dass unserem Sein ein grundsätzliches JA vorgegeben ist, sind Ressentiments, Angst und Unsicherheit überwunden. Wir leben – mit … Weiterlesen …

Selber Prägende werden

„Wochenimpuls 2026-35“ Der Realismus über unser Sein, das in allererster Linie ein Angewiesen-Sein ist, die Weisheit, unsere ‚Armut‘ weder zu leugnen noch zu verdrängen oder zu übertünchen, ist Voraussetzung für das Ausschauhalten nach einer Erfüllung, die diesen Namen – auch heute – verdient. Balthasar konnte diese Zusammenhänge, teilweise mit drastischem Ausdruck, aber immer unmissverständlich benennen.  Wir bleiben nicht stehen bei dem, was oft genug wir selbst und … Weiterlesen …

Weder Gott noch Wesen leerer Beliebigkeit

„Wochenimpuls 2026-34“ Karl Rahner spricht in seinem Beitrag, „menschlicher zu werden“, von Mut. Er nennt diesen Mut eine Tugend. Er ist deshalb eine Tugend, weil man etwas wagen muss. Genauer: Weil man sich selbst wagen, sich einsetzen muss in die Entscheidung. Weil es eine Lebensentscheidung ist, der man nicht ausweichen kann. Denn auch das Ausweichen ist – … Weiterlesen …

Heute sind wir arm genug geworden #2

„Wochenimpuls 2026-33“ Gewiss, man könnte den Vorwurf erheben, dass das Ressentiment, die Resignation falsch sind. Man könnte verweisen auf den Siegeszug menschlicher Fähigkeiten in der Neuzeit, besonders auch im 21. Jahrhundert. Man könnte auf die Digitalisierung hinweisen und auf KI, wobei man die Grenzen und Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz noch nicht einmal im Ansatz abzuschätzen vermag. Das alles sei … Weiterlesen …

Heute sind wir arm genug geworden #1

„Wochenimpuls 2026-32“ „Unsere Technik zersetzt alle Symbole…Sowohl die Großzahl der in den letzten beiden Jahrhunderten produzierten Bilder und Statuen wie das nunmehr eingetretene Vakuum an solchen ist gleichermaßen erschreckend…Heute sind wir arm genug geworden…arm genug auch – so steht zu hoffen-, dass unsere innere Leere sich mit Gottes Gnade verwandeln kann in einen adventischen Raum der Empfangsbereitschaft für … Weiterlesen …

Von der Fähigkeit, menschlicher zu leben

„Wochenimpuls 2026-31“ Es gibt ein wunderbares Buch, das mich seit vielen Jahren begleitet. Es erschien bereits 1979. Schon sein Titel ist einladend: „Mut zur Tugend“. Der Untertitel deutet an, was gemeint ist mit diesem „Mut zur Tugend“. Es geht um nichtsweniger als um die „Fähigkeit, menschlicher zu leben.“ Herausgegeben wurde es von zwei herausragenden Theologen im 20. Jahrhundert, Karl Rahner (1904-1984) … Weiterlesen …

Es muss Orte geben, wo … gesagt wird, was Geltung hat vor Gott. 

„Wochenimpuls 2026-30“ Wagnis des Glaubens – wie geht das konkret? Ich schaue mir die Wirklichkeit und denke: Gott, wo bist du? Gibt es dich überhaupt? Kann man an dich als ‚Vater‘ oder ‚Mutter‘ (noch) glauben?  In eindringlichen Worten hat Reinhold Schneider (1903-1958) in seinem letzten Werk „Winter in Wien“ seine Zeit analysiert. Und es scheint, als … Weiterlesen …