…ich kann eigentlich nicht ‚Vater‘ sagen. – was ist es mit dem Gebet?

„Wochenimpuls 2026-42“ Es gab im Jahr 1980, also vor 46 Jahren, auf dem Markt ein kleines Büchlein mit dem merkwürdigen Titel: „Sich auf Gott verlassen“. Merkwürdig ist dieser Titel deshalb, weil man einerseits – wenn es Gott gibt und man im jüdisch – christlichen Denken zu Hause ist – eigentlich gar nicht von Gott verlassen sein kann. Andererseits denken wir an … Weiterlesen …

An Gott zu glauben, das heißt: an die Liebe selber zu glauben

„Wochenimpuls 2026-40“ Kommen wir noch einmal zu den beiden Große, zu Nietzsche und Dostojewski zu sprechen. Ihnen verdanken wir die Einsicht, „dass zur Daseinsbegründung der Mensch so oder so transzendiert werden muss.“  Die entscheidende Frage ist, wer oder was dieses ‚Überschreiten‘, dieses Transzendieren trägt. Und wohin? Daran entscheidet sich alles. „Nietzsche entwarf die Lehre vom Übermenschen, in Dostojewskij … Weiterlesen …

Ist der Glaube weltfremd?

„Wochenimpuls 2026-39“ Ist der Glaube weltfremd? Ist er gar eine Flucht in eine Scheinwelt, weil das ‚irdische Jammertal‘ dann doch zu armselig ist? Wenn das stimmt, dann geben Christen eine sehr merkwürdige Figur ab. Sagen wir es deutlicher: Dann machen sich nicht nur Christen, sondern alle Gläubigen nur lächerlich mit ihrer sogenannten ‚Frohbotschaft‘. Doch schauen wir genauer hin: „Wenn der Mensch einmal erfahren hat (im … Weiterlesen …

Ein Buch zur Unterscheidung der Geister

„Wochenimpuls 2026-38“ Im Jahr 1961 erschien ein Buch mit einem merkwürdigen Titel: „Häresien der Zeit“. Der Untertitel mutet eigenartig an: „Ein Buch zur Unterscheidung der Geister“. In ihm versuchten vor vielen Jahrzehnten namhafte Denkerinnen und Denker unsere Zeit zu erkunden, die Stimmung aufzunehmen, die vorherrschte. Gut, man kann meinen, dass diese Zeit vergangen ist und dass unsere Epoche ganz andere Möglichkeiten … Weiterlesen …

Gott zu machen nach dem Bilde des Menschen

„Wochenimpuls 2026-37“ Vor etlichen Wochen bzw. Monaten erreichte mich ein Brief, aus dem ich kurz zitiere:  Jenes „Lügenpresse!“ diente schon lange dazu, den Menschen einzureden, nicht nur das falsche zu glauben, sondern gar nichts mehr zu glauben. Ich folge da Hannah Ahrendt mit ihrer, wie ich finde, treffenden Analyse zu Wahrheit und Lüge: “Ein Volk, das nichts … Weiterlesen …

Nur wenn wir den Sprung wagen

„Wochenimpuls 2026-36“ „Selber Prägende zu werden“ – Hans Urs von Balthasar plädiert also in all seinen Überlegungen – und zwar in aller wünschenswerten Klarheit – dafür, dass wir uns selbst etwas zutrauen. Und zwar im Verhältnis zum Mitmenschen, zur Gesellschaft. Dass wir die ‚Pro-Existenz‘ leben und einsetzen. Im Wissen, dass unserem Sein ein grundsätzliches JA vorgegeben ist, sind Ressentiments, Angst und Unsicherheit überwunden. Wir leben – mit … Weiterlesen …

Selber Prägende werden

„Wochenimpuls 2026-35“ Der Realismus über unser Sein, das in allererster Linie ein Angewiesen-Sein ist, die Weisheit, unsere ‚Armut‘ weder zu leugnen noch zu verdrängen oder zu übertünchen, ist Voraussetzung für das Ausschauhalten nach einer Erfüllung, die diesen Namen – auch heute – verdient. Balthasar konnte diese Zusammenhänge, teilweise mit drastischem Ausdruck, aber immer unmissverständlich benennen.  Wir bleiben nicht stehen bei dem, was oft genug wir selbst und … Weiterlesen …

Weder Gott noch Wesen leerer Beliebigkeit

„Wochenimpuls 2026-34“ Karl Rahner spricht in seinem Beitrag, „menschlicher zu werden“, von Mut. Er nennt diesen Mut eine Tugend. Er ist deshalb eine Tugend, weil man etwas wagen muss. Genauer: Weil man sich selbst wagen, sich einsetzen muss in die Entscheidung. Weil es eine Lebensentscheidung ist, der man nicht ausweichen kann. Denn auch das Ausweichen ist – … Weiterlesen …

Heute sind wir arm genug geworden #2

„Wochenimpuls 2026-33“ Gewiss, man könnte den Vorwurf erheben, dass das Ressentiment, die Resignation falsch sind. Man könnte verweisen auf den Siegeszug menschlicher Fähigkeiten in der Neuzeit, besonders auch im 21. Jahrhundert. Man könnte auf die Digitalisierung hinweisen und auf KI, wobei man die Grenzen und Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz noch nicht einmal im Ansatz abzuschätzen vermag. Das alles sei … Weiterlesen …