Die Pastoral der Zukunft wird mystagogisch sein!

„Wochenimpuls 2026-29“

In Anlehnung an ein geflügeltes Wort Karl Rahners wird man sagen können: Die Pastoral der Zukunft wird mystagogisch sein – oder sie wird nicht mehr sein. Was das heißt, soll uns im Nachfolgenden näher beschäftigen: 

„Ich meine, Rahner ist ein Lebemeister, weil er immer wieder, von verschiedensten Ansätzen her, das Leben auf seine Geheimnishaftigkeit durchbuchstabiert. In immer neuen Ansätzen hat er das eine wiederholt, was sich in einem Spitzensatz gebündelt hat: ‚Im Blick auf Jesus wird uns klar, was wir immer schon sind: diejenigen, deren Lebensgrund (…) die Wirklichkeit Gottes ist.“ 1

Der Mensch ist auf Gott bezogen. Das macht ihn zum Menschen, das macht sein Menschsein wesentlich aus. Jede zukünftige Theologie wird sich der Aufgabe aussetzen (müssen), Gott als Geheimnis in strenger Weise denkerisch zu bezeugen. Den Menschen aufmerksam zu machen auf das ihn umgebende, tragende, liebende absolute Geheimnis, ihn gewissermaßen hineinzuleiten in dieses Geheimnis, das wir GOTT nennen, wird die Aufgabe der Pastoral von heute und morgen sein. Dabei kommt es nicht auf hochfahrende Spekulationen an. Vielmehr geht es darum, die Vollzüge des Alltags abzutasten, um im Alltag die Spuren der Gnade zu suchen und zu finden. 


  1. Arno Zahlauer in „Das Leben meistern“, Karlsruhe 2014, S. 132-139 ↩︎
Foto von Sirius Harrison auf Unsplash

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