Warum hört man nicht (mehr) zu?

‚Streitkultur‘?! Seit geraumer Zeit treibt mich folgender Umstand um: Wir leben in einer sehr komplexen gesellschaftlichen Wirklichkeit. Unser demokratisches Gemeinwesen kennt viele – oft mit- und gegeneinander konkurrierende gesellschaftlichen Kräfte und Prozesse, die nicht einfach unter den sprichwörtlichen‚ einen Hut zu bringen‘ sind. Die – oft mühsame – Suche nach Kompromissen wird nicht selten als hoffnungsloser Streit wahrgenommen. Gepaart mit der oft lauthals vorgetragenen und … Weiterlesen …

Zu kurz gesprungen!

Zum Leserbrief in der Schweriner Volkszeitung vom 29.06.2026 unter dem Titel: „Geld und Waffen statt Gespräche und Vermittlung“. Viel wäre zu manchen Aussagen in diesem Leserbrief zu sagen, beispielsweise zu Solidarität und billigen Rohstoffen, woher sie auch immer kommen; zur Dialogverweigerung von Despoten, die nur eigene Bedingungen akzeptieren, zur Kriegsrhetorik, die in totalitären Strukturen allumfassend manipulativ ist und in demokratischen Ländern solche kritischen Infragestellungen wie … Weiterlesen …

Von der Gnade des Alltags

… oder der ‚unheimlichen Schwebe‘ des Glaubens. Es gibt Passagen in dem mittlerweile unüberschaubaren Riesenwerk von Eugen Drewermann (geb. 1940) denen es gelingt, einen ‚Durchblick‘ durch sein Werk …

Liebesbrief an die Kirche

Am 20. Juni 2026 wird Eugen Drewermann 86 Jahre alt. Doch was heißt ‚alt’? Wer sich an einzelne Werke seines unüberschaubar gewordenen Riesenwerkes herantraut und sich in sie vertieft oder wer Eugen Drewermann bei Vorträgen erlebt, dem kommt angesichts dessen, was er erlebt, die Vokabel ‚alt‘

Für eine offene Gesellschaft

An wen wendet sich dieses Buch, welche Zielgruppe möchte es erreichen? Der letzte Beitrag ist autobiografischer Natur, denn ich habe den Eindruck, dass gerade jüngere Menschen (aber nicht nur sie) kaum ermessen können, was es heißt, in einem totalitären Regime zu leben und was das für – auch persönliche – Konsequenzen mit sich bringt.  Um … Weiterlesen …

Kirche in der Zeitenwende

Die große Pastoralkonstitution des II. Vatikanums über die Kirche in der Welt von heute „Gaudium et spes“ harrt in vielerlei Hinsicht noch ihrer Umsetzung. Das mag verschiedene Gründe haben, die uns allerdings nicht dazu verleiten dürfen, zu übersehen, was der Kirche auf ihrem Weg durch die Zeit, also in Gegenwart und Zukunft, geschenkt worden ist. … Weiterlesen …

Wenn selbst der Bischof auf dem Bahnsteig betet.

Leserbrief zu einem Artikel in der SVZ vom 13. Mai 2026, Seite 8 Dankbar bin ich für die klaren Worte des Erzbischofs, der deutlich macht, dass mit der unveräußerlichen Würde jedes Menschen „völkischer Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus, Demokratiefeindlichkeit oder gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ unvereinbar sind. In diesen wenigen Worten wird der Kern offengelegt, worum es in der Auseinandersetzung … Weiterlesen …

Verschwörungsmythen – Wege aus Platons Höhle

Es war ein schönes Wochenende im Mai. Die Sonne schien warm und brachte alles zum Leuchten und Blühen. Es machte großen Spaß, mit Kindern und Enkelkindern draußen, in der Natur zu verweilen, zu spielen und zu tollen. Weil wir so nahe am Wasser wohnen, konnten wir lange und ungestört die vielen Segelboote draußen auf dem … Weiterlesen …

Was verbirgt sich hinter dem Kürzel AfD?

Antwort auf den Leserbrief in der SVZ vom 02.05.2026 „Genug vom ewigen Gegeneinander“.  Ich bin der Leserbriefautorin ausdrücklich dankbar für jene Sätze: „Vom Brüllen am Seitenrand wird kein einziges Problem gelöst. Aber vielleicht ist genau das ja der Punkt: Wer nicht regieren will, muss auch keine Lösungen liefern. Ich habe echt keine Lust mehr auf … Weiterlesen …

„Den Menschen nahe“ – 80 Jahre Caritas in Mecklenburg

Mein persönlicher Rückblick auf die Arbeit in der Caritas. Caritas im autoritären System DDR. Die Caritas in Mecklenburg begeht in diesem Jahr 2026 den 80. Jahrestag ihres Bestehens. Man könnte auch – etwas salopp formuliert – sagen, die Caritas ist ‚in die Jahre gekommen‘, denn mit 80 Jahren gehört man gewissermaßen zum ‚alten Eisen.“ Doch die Caritas ist nicht nur jung geblieben. Mit einem alten, bekannten Werbespruch könnte man heute in Bezug auf ihre