Ein neues Buch von Rudolf Hubert. Herausgeber: Hans-Jürgen Sträter.
Mit Karl Rahner das Geheimnis des Glaubens entdecken.
Mit einem Vorwort von Thomas Hoffmann
Das neue Jahr beginnt mit Fragen. Überhaupt, das Fragen hört nie auf. Was das Buch bewegt, ist das ständige Ringen mit der Hoffnung. Woher kommt sie angesichts von Gewalt, Machtinteressen und Überangeboten, die betäuben? Rudolf Hubert lädt zu Stille und Einübung im Glauben ein. Nein, nicht er allein. Natürlich Seite an Seite mit Karl Rahner, auch mit Eugen Drewermann und anderen. Es geht um die menschliche Sehnsucht nach Unendlichkeit und um ein Entgegentreten, gegen den Tod. Auszuhalten ist dies nur, wenn die Hoffnung nicht stirbt. Und eines soll hier deutlich gesagt werden: Die Hoffnung stirbt nie! Wir Menschen haben nicht einfach so Hoffnung. Das ist eine tägliche Praxis und eine Herausforderung.
In dem Buch behandelt Rudolf Hubert verschiedene Aspekte des Glaubens und der Hoffnung – strukturiert in wöchentlichen Abschnitten und Reflexionen. Besonders beschreibt er die Existenz des Menschen als Geschenk Gottes. Einfach so. Ohne Gegen-leistung. Das Leben leben und mit dem Glauben verbinden führt zu einer Gotteserfahrung, ja, zu einer Begegnung.
Mich freut besonders, dass auch die Ökumene als lebendige Wirklichkeit beschrieben wird. Wir pilgern gemeinsam, wir glauben gemeinsam und wir sind gemeinsam als Menschen mit Gott verbunden. Und das soll uns ermutigen, das Gute überall zu finden und zu würdigen. Lassen wir uns nicht einengen; feiern wir die Weite überall dort, wo Glaube, Hoffnung, Liebe unausgesprochen unsere Beziehung zu Christus lebendig zeigt.
Rudolf Hubert beschreibt mehrfach in den Impulsen die Gottesfurcht, die oft als Angstbegriff verstanden wird. Dabei ist sie ein besonderer Moment der Liebe zwischen Geschöpf und Gott, wenn wir unsere Herzen offenhalten und nicht darauf reinfallen, dass Gott heute irrelevant sei. Es gibt eine Heiligkeit im Alltag: Menschenwürde. Schöpfungsverantwortung für Mensch und Mitgeschöpfe.
Und am Ende des Buches ist dann Advent und Weihnachten. Gott kommt zu uns in unsere Welt. Was für ein Zeichen der Liebe.
Viel Freude beim Lesen und seien Sie in Gott geborgen.
Thomas Hoffmann, Norddeutscher Rahner Kreis
Bild: Thomas Hoffmann
