„Wochenimpuls 2026-01“
Das alte Jahr ist vergangen. Auch die Feierlichkeiten des Weihnachtsfestes liegen bereits eine kleine Weile zurück. Das neue Jahr hat gerade erst begonnen. Mit all den guten Vorsätzen und Wünschen. Was wird es bringen? Wird sich die Sehnsucht auf Frieden und Gerechtigkeit erfüllen? Oder dreht sich die ‚Blutmühle‘ erbarmungslos weiter, weil hinter den Gewaltorgien handfeste Interessen stehen? Weil es um Geschäfte geht, um Macht und Einfluss. Wo kommt uns Hoffnung her für das gerade erst begonnene Jahr?
Vielleicht ist es gut, sich diesen Fragen, Sehnsüchten und Wünschen unbefangen zu stellen. Sich nicht den ‚Betäubungsmitteln‘ der Überangebote in den Supermärkten und im digitalen Raum einfach überlassen, sondern bewusst – wenigstens ab und an – in die Stille zu gehen. Vielleicht können wir dann etwas davon verspüren, was es mit uns, mit unserem Menschsein auf sich hat. Vielleicht versuchen wir in diesem Jahr (erneut) die „Einübung“ im Glauben? Wir brauchen doch auch nicht allein diesen Weg gehen. Es gibt Glaubenszeugen, die uns helfen, zu entdecken,
„, dass wir das in der letzten Tiefe unseres geistigen Daseins erfahren…jene Absolutheit und Unendlichkeit unserer Ansprüche, jene Sehnsucht nach dem ewigen Leben, jenen letzten Protest… gegen den Tod, jenen Mut der Indifferenz, das konkrete endliche Gut in Distanz von sich selbst zu rücken, weil es gar nie das absolut Notwendige zur Erfüllung unseres Wesens ist…“
Karl Rahner „Einübung priesterlicher Existenz“, Freiburg-Basel-Wien 1970, S. 273 f
Rudolf Hubert
Hinweis: Die Wochenimpulse werden ab Kalenderwoche 2 jeweils am Montag veröffentlicht.
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