Gewissensforschung

„Wochenimpuls 2026-12“

Wir beschรคftigen uns in diesen Wochen mit der Frage, ob der Mensch sich sein โ€šHimmelreichโ€˜ jetzt endlich selbst bauen kann. Es sieht doch ganz so aus. SchlieรŸlich sind ihm โ€“ endlich โ€“ dazu die Mittel in die Hand gegeben. Und die Christen sollten zunรคchst nicht den โ€šMiesepeterโ€˜ spielen, weil es dafรผr รผberhaupt keinen Grund gibt:  

โ€žEs darf wirklich nicht vom Christen so getan werden, als ob alle diese Zukunftsplรคne dadurch widerlegt seien, dass der Christ skeptisch erklรคrt, das Paradies komme auf dieser Welt doch nicht. Wer all diesen inbrรผnstigen Zukunftstrรคumen gegenรผber nur nรผchterne Skepsis anmeldet, der hat vermutlich keinen Hunger, ist im Augenblick nicht vom Krebs bedroht und darum nicht daran interessiert, dass die Medizin endlich รผber diese Krankheit siegt.โ€œ 1

Vielleicht ist es auch dieses โ€šsauertรถpfischeโ€˜ Christentum, das wir selbst oft genug โ€šan den Tag legenโ€˜ und das Menschen davon abhรคlt, uns รผberhaupt zuzuhรถren. Vielleicht sollten wir tatsรคchlich Gewissenserforschung betreiben, welches unser Eigenanteil daran ist, dass unsere Frohbotschaft eher als Drohbotschaft verstanden wird. Nรผchternheit und Ehrlichkeit โ€“ auch uns selbst gegenรผber โ€“ scheinen Grundvoraussetzungen zu sein bei der Frage nach der Story unseres Glaubens. 


  1. ebenda โ†ฉ๏ธŽ
Foto von Sirius Harrison auf Unsplash

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