„Wochenimpuls 2026-14“
Die Infragestellung der neuen ‚Götter“ ist jener ‚Ernüchterungsdienst‘, den Gläubige heute leisten müssen, wenn sie noch eine Chance haben wollen, dass ihre Botschaft, ihr Narrativ ankommt. Und dass es auf – und angenommen wird.
„Das Christentum hat noch in einer ganz anderen Weise alle Zukunftsideologien und Utopien schon überholt. Nämlich durch seine Lehre von der Inkarnation des ewigen Logos Gottes und von dem damit schon angebrochenen universalen Heil. Es ist zunächst auffallend, wie blass und dünn doch alles wird, wenn die Gläubigen der innerweltlichen Zukunft als selig paradiesischer und als des Triumphes des Menschen, der sich durchgesetzt hat und die Natur so zu ihrem eigenen Ziel bringt, sagen sollen, wie eigentlich die erstrebte Zukunft einmal aussehen wird….Man hat aber den Eindruck, dass dies alles nicht sonderlich von dem abweiche, was auch heute schon möglich und teilweise auch schon üblich ist, dass also der „neue Mensch“ doch dem alten verzweifelt ähnlich sehe.“ 1
Was also steht den neuen, alten Mythen gegenüber? Was ist das Neue, das Frohmachende der christlichen Botschaft? Diese Frage wird uns im nächsten Beitrag als Leitfrage dienen.
- ebenda ↩︎