Im Kreml und im Weißen Haus,
geh‘ n nicht so schnell die Lichter aus.
Zwei Herren machen Überstunden,
sie wollen Neues gern erkunden.
Wo gibt es Öl und Gas und Land,
sie möchten‘ s gern in ihre Hand.
Auf welchem Wege ist egal,
sie holen es sich allemal.
Da wird ein Volk tyrannisiert,
Für Russland hat‘ s nie existiert.
Es wurde immer schon geschlagen,
drum kann es Terror gut vertragen.
Schnee und Eis, das trifft sich gut,
da haben sie bald kaum noch Mut,
wenn Bomben sie erzittern lassen,
derweil die Herren reichlich prassen.
Der dritte Herr im fernen Osten,
der lässt sich diesen Krieg was kosten.
Lächelnd sperrt er Menschen ein,
die sich nicht fügen seiner Pein.
Die Welt, sie ist verrückt geworden.
Für dieses Wort gibt‘ s keinen Orden.
Und leider können ‚Friedenstauben‘,
niemanden den Schlaf mehr rauben.
Es geht ja nicht gegen den ‚Westen‘,
so sagen es uns ihre Besten.
Im Osten geht die Sonne auf,
so nimmt das Unheil seinen Lauf.
Man sieht nur, was man sehen will.
Ansonsten ist man brav und still.
Man sieht Unrecht von ferne an,
und denkt: „Was geht denn mich das an“?
Ich will nur Frieden, Ruh‘ und Geld,
will endlich tun, was mir gefällt.
Am besten ist‘ s, Geschäfte machen,
da lassen wir es mächtig krachen.
Und die Moral von der Geschicht‘?
Trau‘ diesen Märchen bitte nicht.
Hilf dort, wo Hilfe nötig ist,
Sonst ist dein Reden großer Mist.