RE-MI-GRA-TION?
Es war am vergangenen Samstag. Meine Frau und ich kamen gerade aus dem Saarland von einem Besuch bei Kindern und Enkeln zurück. Da ich nicht so gerne Auto fahre, fuhr meine Frau die Strecke aus dem Saarland zurück nach Hause. Alles ging gut, der Stau in Hamburg – geschenkt. Kennt man schon. Doch dann in unserem geliebten Schwerin: Ein Polizeiaufgebot, dass man denken konnte, wir hätten bürgerkriegsähnliche Zustände. Wir wussten nicht, um was es tatsächlich ging, doch schlagartig, als wir – mittlerweile zu Hause angekommen – aus dem Fenster schauten, scholl es uns lautstark entgegen: RE-MI-GRA-TION! RE-MI-GRA-TION! Was das sein soll? Die zumeist jungen Leute, die sich – unmittelbar vor Landtagswahlen in Sachsen – Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern- in der Landeshauptstadt unseres schönen Bundeslandes versammelt haben, um den 1. deutschlandweiten Tag der Generation Deutschland abzuhalten – sie hielten mit weiteren Parolen nicht ‚hinterm Berg‘. Ein Slogan blieb mir in besonderer Erinnerung: Arbeit – Freiheit – Tradition.
Gerne hätte ich das Gespräch mit einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gesucht, doch als wir im Supermarkt einkaufen gingen, schauten wir in gereizte, aggressive Gesichter, die Bier und andere alkoholische Getränke einkauften. Es war skurril, zu sehen, wie jene, auf deren T- Shirts die Aufschriften: Deutschland und Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein, prangten, ganz selbstverständlich von einer Kassiererin bedient wurden, die erkennbar einen Migrationshintergrund hatte.
Eine andere, interessante Begebenheit: Dieser Aufmarsch führte an einem Restaurant vorbei, das fremdländische Köstlichkeiten bereithält. Einer der Kellner meinte scherzhaft: Vielleicht sollten wir – zum Ausruhen – einige weitere Stühle bereitstellen?
Man kann das alles belächeln und verharmlosen – mir persönlich macht es Angst! Fatal erinnert dies an die Situation in Deutschland vor 1933. Hitler wäre nicht an die Macht gekommen, wenn in der Weimarer Republik von den politisch – Verantwortlichen, die ‚Zeichen der Zeit‘ rechtzeitig erkannt worden wären und man nicht im Hick-Hack von Parteiinteressen die Demokratie geopfert hätte. Der Slogan Nie wieder! darf nicht zur Leerformel verkommen. Ich bin mir sicher, dass es Menschen gibt, die nicht mehr aus ihrer Bubble herauskommen wollen und vielleicht auch nicht mehr herauskommen können. Diese Bubble wird befeuert von ‚alternativen Fakten‘ durch amerikanische Plattformen und russische und chinesische Algorithmen, die schamlos all jene Möglichkeiten (aus)nutzen, die die offene Gesellschaft ihnen bietet.
Aber es gibt auch andere Menschen, Suchende, Fragende, Enttäuschte, Verzweifelte. Solange es eine Gesprächs- und Begegnungsmöglichkeit gibt, sollte sie genutzt werden. Denn Fragen gibt es viele, wie z. B. jene nach den
Auswirkungen von RE-MI-GRA-TION in Dienstleistungen, medizinischen und sozialen Einrichtungen, in Restaurants, im Straßenbau usw. Diese Reihe könnte beliebig verlängert werden, so sehr sind wir angewiesen auf Menschen mit Migrationshintergrund.
Gefragt werden könnte nach dem Empfinden, vor allem junger Männer, wie es ihnen wohl geht (und was jüngere deutsche Männer machen würden in ähnlicher Situation!) wenn sie in ihrer Heimat keine Perspektive haben.
Gefragt werden könnte, ob in der globalisierten Welt die Finanzsysteme nicht verantwortlich sind für himmelschreiende Ungerechtigkeit, in der einige wenige profitieren und immer reicher werden, während ganze Länder und Kontinente ruiniert werden.
Gefragt werden könnte und sollte, ob das alles nicht schon vom Club of Rome Mitte des vergangenen Jahrhunderts detailliert vorhergesagt wurde und ob Karl Marx‘ These vom „parasitären, faulen und absterbenden Kapitalismus“ nicht für viele heute bittere Realität ist.
Gefragt werden könnte, wie es denn mit der Mathematik steht. Denn es ist evident, dass – wenn sich in den entwickelten Industrienationen nur noch ein, maximal zwei Kinder ‚geleistet werden‘ können – (Man beachte den Sprachduktus! Er ist fast überall zu vernehmen!) – dass dann die Gesellschaft sich verändert. Allein schon deshalb, weil in Migrantenfamilien fast immer die Anzahl der Kinder höher ist. Doch was ist daran eigentlich ‚schlimm‘? Die Rede vom Sozialamt der Welt ist nicht nur verlogen. Sie ist falsch! Allein schon durch die Wirtschaftsleistung, die Menschen mit Migrationshintergrund erbringen. Allein schon durch das Angewiesensein auf Arbeits- und Fachkräfte aufgrund einer Demografie, die dies erforderlich macht – und zwar in einem Ausmaß, das tatsächlich alternativlos ist. Es ist übrigens kein Zufall, dass Feindseligkeitengegenüber Menschen mit Migrationshintergrund dort am größten sind, wo die wenigsten von ihnen leben. Erst die Begegnung, die Erfahrung des Miteinanders, lässt Ängste und Vorurteile abbauen und ermöglicht ein echtes Mit- und Füreinander in den Beziehungen.
Fragen gibt es viele. Gibt es auch eine Gesprächskultur? Gibt es in der Politik auch eine ‚Fehlerkultur‘, in der man sich Scheitern eingestehen darf? Oder ist das Schielen auf den nächsten Wahltermin der (vermeintlichen) ‚Einsicht‘ geschuldet, dass man alles ja ‚immer schon gewusst hat‘… Und weil – wenn man nicht dieser omnipotente Alleswissende und Alleskönner ist – der Souverän, das Wahlvolk also, denjenigen dann in die sprichwörtliche „Wüste“ schicken würde? Doch woher weiß man das?! Ob nicht beim Wahlvolk Ehrlichkeit, Transparenz, die Wahrnehmung echter Bemühungen und Sachargumente viel höher im Kurs stehen, als zumeist angenommen wird? Es ist diese fatale Annahme, die oft not-wendige Sachargumente nach hinten rutschen lässt.
Impulse aus dem Glauben – „Vertraut den neuen Wegen“
So sangen und singen wir begeistert, insbesondere dann, wenn Christen sich zusammenfinden. Am schönsten sind die ökumenischen Zusammenkünfte und die Erkenntnis bzw. Erfahrung, dass die ‚Basis‘ des Kirchenvolkes in dem, worum es eigentlich im christlichen Lebensvollzug geht, oft schon viel weiter sind als jene Theologen, die sich – exegetisch und dogmatisch löblich – primär um exakte Formulierungen oder Übersetzungen mühen.
Dass der Lebensvollzug immer Vorrang hat gegenüber der – nachträglichen – Reflexion darauf, könnte ein erster Fingerzeig sein, wie Begegnungsräume geöffnet werden können. Es wird nicht gehen ohne Begegnung und Dialog – bei allen Schwierigkeiten, die damit verbunden sind. Das muss gelernt, eingeübt werden. Kirchen können hierin Vorbild sein, denn 1989 – zur Wendezeit in Deutschland –waren es die Runden Tische, die offenen Kirchen, das Engagement vieler kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, haupt- und ehrenamtlich, die dies in hervorragender Art und Weise (mit)gestaltet haben.
Gespräch – Begegnungen
Man sollte sich auch vor dem eigenen Anspruch hüten, auf alles und jedes eine plausible und hinreichend begründete Antwort parat zu haben. Die gibt es oft nicht, sie kann es nicht geben. Dafür ist die Wirklichkeit viel zu komplex, zu kompliziert. Die vielen Perspektiven ergeben erst in ihren jeweiligen Ergänzungen das komplette Bild. Eine Teilwahrheit wird oft gegen eine andere stehen, ohne dass man sehen kann, wie sich das eine zum anderen verhält. Da bedarf es einer Haltung, die Karl Rahner (1904-1984) als Tugend beschrieb, die man erlernen und einüben kann:
„Diese Mitte, in der die vorausgehende Reflexion auf die Legitimität einer Entscheidung ernst genommen wird, und in der dennoch von dieser Reflexion nicht mehr verlangt wird, als sie leisten kann und die trotzdem nicht den Mut einer ruhigen und tapferen Entscheidung verhindert, markiert das richtige Selbstverständnis des Menschen, der weder der Gott einer schlechthinnigen und allseitigen Sicherheit und Klarheit ist, noch das Wesen einer leeren Beliebigkeit, in der alles gleich richtig und gleich falsch ist, der Konturen hat, die zu respektieren sind, obwohl sie den Glanz des Göttlichen und Selbstverständlichen nicht haben. Es ist schwer, diese Mitte zu halten…“
(Karl Rahner in „Mut zur Tugend“ 1979, 17)
In der Tat, wir sind „weder der Gott einer schlechthinnigen und allseitigen Sicherheit und Klarheit… noch das Wesen einer leeren Beliebigkeit.“ Darüber hätte ich gerne mit Menschen von der AfD-Jugend diskutiert, ob sie nicht Freiheit mit Beliebigkeit verwechseln. Denn Freiheit kennt Rechte u n d Pflichten, Freiheit kennt Verantwortung – mit – und füreinander. Menschen haben eine Würde, die nicht in unsere Verfügungsmacht gegeben ist.
Die Berufung auf die Tradition wäre ein weiteres Gesprächsthema. Ist mit Tradition, auf die sich berufen wird,das vielbeschworene‚christliche Abendland‘ gemeint, wie es die PEGIDA-Bewegung vorgibt? Dazu haben die deutschen Bischöfe Deutliches gesagt, nämlich, dass „völkischer Nationalismus und Christentum unvereinbar sind“. Einfach deshalb, weil „völkischer Nationalismus“ nicht jene Würde und Werte für alle Menschen begründen kann, auf die es hier ankommt. Er ist „konsequenter Horizontalismus“ würde Karl Rahner formulieren, der den Gottesbezug verloren hat.
„Wer einen konsequenten Horizontalismus vertreten wollte, müsste sich fragen…was vom Menschen übrigbleibt, wenn er nicht der Mensch Gottes ist. Ein solcher Mensch wäre eben doch nur das kurzlebige Produkt einer blinden Natur, ein Wesen, das zu seinem eigenen Unglück zum Bewusstsein seiner Endlichkeit gekommen ist.“
(Karl Rahner, Schriften zur Theologie“, X, Zürich-Einsiedeln-Köln 1972, 561)
Ob die jungen Leute mit Tradition den jüdisch-christlichen Glauben, die Philosophie der alten Griechen und das römische Rechtssystem meinen? Jene Grundlagen, die das ‚christliche Abendland‘ geprägt haben? Es wäre spannend zu erfahren, denn wenn es gemeint ist (und man es auch wirklich kennt!), dann sind Hass und Ausgrenzung, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit per se ausgeschlossen!
Niemandsländer
Ein faszinierendes Buch trägt den Titel: „Wege aus dem Niemandsland“. Es ist ein ausführliches Gespräch zwischen Michael Albus (geb. 1942) und Eugen Drewermann (geb. 1940) aus dem Jahr 2014 und es geht um ‚Niemandsländer‘wie „Ökologie und Ökonomie“, „Freiheit und Gerechtigkeit“ oder „Medien, Internet und Lebenswirklichkeit.“ Es liest sich nicht nur spannend, es trägt auch wesentlich zur Klärung von Lebensfragen bei, indem es erweist, dass alle Lebensfragen immer Glaubensfragen sind. Und auch hier gilt: Nicht das verbale Bekenntnis ist entscheidend, so wichtig die Reflexion auch für das Selbstverständnis, für die Selbstvergewisserung und für den Dialog ist.
„Die Frage bleibt, wie subjektiv reflex und ausdrücklich dieses Bekenntnis sich darbieten muss, um wahr zu sein. So wie es Leute gibt, die sich den Worten nach als Christen zu erkennen geben, obwohl in Wirklichkeit ihr Leben einem skandalösen Götzendienst gleichkommt, so wird es andere geben, die den Worten nach nicht sagen würden, dass sie Christen seien und die es doch entsprechend dem <<empirischen>> Kriterium in vollem Sinne sind. Wie viele gibt es, die wie selbstverständlich aushalten unter schwierigsten Bedingungen – an der Seite eines schwererkrankten Mannes, eines dement gewordenen Vaters, eines drogenabhängigen Sohnes? Sie fragen nicht lange nach Begründungen und Prinzipien, doch die Treue, die sie leben, hat etwas von Jesu Gleichnis vom barmherzigen Samariter…“ (Eugen Drewermann „Wendepunkte“, Ostfildern 2014, S. 223 – 230)
Die Impulse aus dem Glauben, die hier insbesondere von Drewermann und Rahner formuliert werden, könnte man wie folgt skizzieren: Während Eugen Drewermann die Vielzahl der ‚Niemandsländer‘ – wie man es von ihm kennt – in aller Ausführlichkeit erörtert und erläutert, stellt Karl Rahner die Frage nach dem ‚intellektuell verantwortlichen Umgang‘ aus dem Glauben heraus mit diesen diversen ‚Niemandsländern‘. Und – auch das ist typisch für Karl Rahner – er begründet theologisch umfassend jene Einsichten und Schlussfolgerungen aus dem Glauben heraus. Rahners Beitrag in Mut zur Tugend und Drewermanns Aussagen in „Wege aus dem Niemandsland“ sind zwei sich ergänzende, inhaltliche Perspektiven.
Wodurch wird gläubiges Handeln legitimiert?
Bleibt schlussendlich die Frage nach der „intellektuellen Redlichkeit“ dieser Haltung aus dem Glauben heraus. Auch hier sind Rahner und Drewermann Mutmacher, die das „Wagnis des Glaubens“ hinreichend von einem Sprung ins Absurde abgrenzen:
„Wenn jemand verzweifelt ist, fragt er sich, warum er überhaupt lebt; wenn jemand gelangweilt ist, fragt er sich, was für einen Sinn sein Leben haben soll. Nur wenn wir sehr glücklich sind, stellen sich derartige Fragen scheinbar gar nicht mehr, sondern beantworten sich von innen her wie von selbst, durch ein Gefühl der Sicherheit und der Geborgenheit im Dasein“.
(Eugen Drewermann „Das Wichtigste im Leben“, 2015, 95; ursprünglich Markus II, 285 f)
„Liebe, Treue und Verantwortlichkeit sind auch Wirklichkeiten, die von vielen skeptisch belächelt oder brutal geschändet werden. Für den, der sie aber in Freiheit ‚realisiert‘, haben sie dennoch eine innere Helligkeit und Selbstverständlichkeit, die den Liebenden, Treuen und Verantwortlichen selbst unabhängig machen von der flachen Meinung, die auf den Jahrmärkten des Lebens feilgeboten wird.“
(Karl Rahner „Knechte Christi“1967, 35)
Was bleibt, ist die Hoffnung
Manch einer resigniert angesichts von Hass, Gewalt und Unverständnis und hat eine bange Ahnung vom Abgleiten der Demokratie in Totalitarismus. Nichts scheint verständlicher zu sein. Und doch: Auch hier scheint mir eine kleine geschichtliche Betrachtung vonnöten. Denn auch Reinhold Schneider (1903-1958) scheint im Jahr 1956 – angesichts des sowjetischen Imperialismus und seines Terrors in Ungarn – eine bange Ahnung von den Gefährdungen durch Totalitarismus bekommen zu haben. Seinen Trost aus dem Glauben widerrief er zunächst explizit, denn das, was er noch 1936 (!) schrieb, nämlich:
„Allein den Betern kann es noch gelingen, das Schwert ob unseren Häuptern aufzuhalten…“
(Sonette, 86)
konnte er angesichts der Gräuel so nicht mehr gelten lassen. In „Pfeiler im Strom“ hat er deshalb diese Einsicht erheblich modifiziert:
„Es wird keineswegs jedes Gebet erhört, und selbst tief fromme Menschen, die vom Ende des Jahres 1956 erschüttert werden, sind zu der Ansicht gekommen, dass es den Betern nicht mehr gelingen wird. Offenbar ist es ihnen ja schon im letzten Kriege, in Sibirien und Dachau und Auschwitz, und angesichts des verworrenen ungarischen Trauerspiels nicht gelungen.“
(„Pfeiler im Strom“ 1958, 397)
Ich bin Reinhold Schneider für diese Ehrlichkeit dankbar. Auch wenn sie scheinbar die Aussichtslosigkeit betender Existenz bezeugt, so ist es gerade dieses ehrliche Zeugnis, das letzter, verzweifelter Ruf nach Hoffnung, nach ‚Heil‘ ist, das so schmerzhaft vermisst wird. Ist Schneiders Aufschrei nicht ähnlich den Gebeten, wie sie uns aus den Psalmen entgegenkommen?
Eugen Drewermann schreibt, dass für die Menschen „jenseits von Eden“
„die Verunendlichung der Schöpfung … dann nicht mehr aufzuhalten (ist). In der Praxis wird eine solche ‚Theologie‘ darum wie eine Bauanleitung wirken müssen, um den Turm zu Babel vielleicht doch noch zu vollenden.“ (Eugen Drewermann „Strukturen des Bösen“ III, 577)
Womöglich ist dies ein Schlüssel, um diese Verworrenheiten heute irgendwie zu verstehen. Ist dieser „völkische Nationalismus“ – um im biblischen Bild zu bleiben – nicht vielleicht wirklich so etwas wie die letzte, verzweifelte„Bauanleitung… um den Turm zu Babel vielleicht doch noch zu vollenden.“?
Doch die Hoffnung ist eine Grundtugend des Glaubens, die sich mit der Liebe verbindet. Möge der Schluss darum ein hoffnungsvoller sein. Ich möchte Hans Urs von Balthasar (1905-1988) hier das letzte Wort lassen:
„Wir sind es unserer Mitwelt nicht schuldig, mit ihr unfähig zu sein. Woher, wenn nicht aus diesem Innern kann überhaupt so etwas wie erneuerte Kultur…erhofft werden. In dem riesigen pluralistischen Gewimmel unserer Nach-Neuzeit wird solches sich bestenfalls immer nur in Inseln vollziehen können, aber solche haben die Kraft, sich auszubreiten, wie Wellenkreise…weil eines verbürgt ist, dass der Sicht-Gewährende Macht genug hat, seine Gestalt in denen, die ihm nachfolgen wollen, auszuprägen – ob die Welt dieses Bild zu erkennen beliebt oder nicht -, und dadurch den Geprägten auch das Vermögen gibt, selber Prägende zu werden.“
(Hans Urs von Balthasar in „Mut zur Tugend“, 225 f)
Bild: Thomas Hoffmann