Leserbrief zu einem Artikel in der SVZ vom 13. Mai 2026, Seite 8
Dankbar bin ich für die klaren Worte des Erzbischofs, der deutlich macht, dass mit der unveräußerlichen Würde jedes Menschen „völkischer Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus, Demokratiefeindlichkeit oder gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ unvereinbar sind. In diesen wenigen Worten wird der Kern offengelegt, worum es in der Auseinandersetzung mit der AfD geht: Andere Parteien machen Fehler – unbestritten. Dadurch haben Menschen Probleme, die – hoffentlich bald – gelöst werden. Die AfD mag manchen ergebnisorientierten Vorschlag sogar präsentieren – er ist nichts wert, weil die AfD d a s Problem ist! Diese Aussage wird von Eugen Drewermann mit bestechender Präzision so begründet: „Wer den Biologismus in die Sozialbetrachtung und in die Umgangsweisen mit Menschen einführt…wird aber dessen geständig sein müssen, dass die Anschauung, die er vertritt, sich weit entfernt von dem, was wir kulturell als menschlich bezeichnen. Was er betreibt, ist der Rückfall in die Barbarei, mit zivilisierten Mitteln vielleicht, aber unterhalb des Menschseins.“
Bild von Andrys Stienstra auf Pixabay